Praxis 

Kinder- und Jugendmedizin

Dr. Wilfried Henes

Dr. med. Wilfried Henes

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Kinder- und Jugendpneumologe

Finkenweg 6  72531 Hohenstein

Fon 07387 987 2370


www.praxis-henes.de

Pneumologie

Das Wort “Pneumo” stammt aus dem Altgriechischen und bezeichnet den Atem.

Logos ist ebenfalls altgriechisch und bedeutet Wort, Rede oder Vernunft.  

So ist Pneumologie also die Lehre von den Atemwegsorganen.

Was ist pädiatrische Pneumologie?

Pädiatrische Pneumologie oder Kinderlungenheilkunde ist das Spezialgebiet in der Kinder- und Jugendmedizin, das sich mit den Erkrankungen der Atemwege und der Atmung befasst. Die Atemwege beginnen an der Nase und schließen auch den Bereich der Nasennebenhöhlen, der Ohren, des Rachens und Kehlkopfs mit Luftröhre und Bronchien bis in die Lungenbläschen ein. Bei Neugeborenen, Säuglingen, Kindern und Jugendlichen treten alterstypisch eine Reihe von Störungen auf mit Ursachen und Symptomen, die deutlich von denjenigen bei Erwachsenen abweichen.

Informationen zum Thema Schule, Masken und COVID 19


Verlauf von COVID 19 bei Kindern mit Asthma und Atemwegsallergien

 

  • Nach bisherigem Kenntnisstand kann man weiter davon ausgehen, dass Kinder einen weniger schweren Verlauf der Erkrankung erleben als Erwachsene und vermutlich auch seltener erkranken.
  • Es gibt aus der Literatur keine Hinweise darauf, dass Kinder mit respiratorischen Grunderkrankungen wie Atemwegs-Allergien oder Asthma ein höheres Risiko haben als gesunde Kinder. Dies gilt auch für andere Lungenerkrankungen mit stabilem Verlauf.
  • Es gibt keine Hinweise, dass eine Behandlung mit topischen nasalen oder inhalativen Steroiden ein Risiko für eine schwer verlaufende COVID-19-Erkrankung darstellen. Im Gegenteil ist eine gute Asthmakontrolle wichtig, um das Risiko virusbedingter Exazerbationen zu reduzieren.
  • Bekannte Risikofaktoren für Erwachsene sind so nicht auf Kinder übertragbar. Daher unterscheiden sich die Empfehlungen für chronisch allergie- und lungenkranke Kinder nicht von den allgemeinen, vom RKI ausgesprochenen Empfehlungen, hinsichtlich Quarantäne, Schutz und Schulbesuch.
  • Es gibt daher anhand der derzeit verfügbaren Datenlage keinen Grund, Kindern mit stabil eingestelltem Asthma oder deren Geschwisterkindern den Schulbesuch zu verwehren.


Tragen von Masken

 

  • Das Tragen von Mund-Nasen-Masken ist für Kinder mit kontrolliertem und gut eingestelltem Asthma über 6 Jahren keine Gefahr und keine zusätzliche Belastung. Es gibt keine Hinweise für eine CO2-Retention. Theoretisch sollte durch das Tragen von Mund-Nasen-Masken bei Pollenallergikern die Pollenexposition gesenkt werden.



Literatur

Abrams EM, Szefler SJ. Managing Asthma during COVID-19: An Example for Other Chronic Conditions in Children and Adolescents. J Pediatr. 2020 Apr 21. pii: S0022-3476(20)30528-X. doi: 10.1016/j.jpeds.2020.04.049.


Brough HA, Kalayci O, Sediva A, Untersmayr E, Munblit D, Rodriquez Del Rio P, Vazquez-Ortiz M, Arasi S, Alvaro-Lozano M, Tsabouri S, Galli E, Beken B, Eigenmann PA. Managing childhood allergies and immunodeficiencies during respiratory virus epidemics - the 2020 COVID-19 pandemic. Pediatr Allergy Immunol. 2020 Apr 22. doi: 10.1111/pai.13262