Praxis 

Kinder- und Jugendmedizin

Dr. Wilfried Henes

Dr. med. Wilfried Henes

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Kinder- und Jugendpneumologe

Finkenweg 6  72531 Hohenstein

Fon 07387 987 2370


www.praxis-henes.de

Corona 

und 

Veränderungen in der Praxis

Praxisablauf während der Coronazeit

Aufgrund der Coronapandemie ist der Praxisablauf verändert. 


Wir führen alle Vorsorgen, Impfungen und Untersuchungen durch. Auch Kinder und Jugendliche mit Zeichen eines Infektes (z.B. Fieber, Husten, Halsschmerzen) werden unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen untersucht. 

Dazu werden die Termine der Patienten so gelegt, dass möglichst wenig Kontakt bzw. Risiko entsteht. Auch deswegen bitte stets vorab einen Termin vereinbaren. Manches kann eventuell auch telefonisch oder per Videosprechstunde (Link) geklärt werden. 

Bitte beachten Sie mit uns die AHA-L Regeln (Abstand + Hygiene + Alltagsmaske + Lüften)

und folgende Maßnahmen in der Praxis:

  • Mund-Nasen-Schutz ab einem Alter von 6 Jahren tragen
  • Abstand von 2 Meter zu anderen Besuchern
  • Im Wartezimmer soll maximal nur ein Patient mit seiner Familie sein
  • Kein Aufhängen von Kleidern an der Garderobe; nehmen Sie Ihre Jacken mit ins Untersuchungszimmer
  • Verlassen der Praxis über den hinteren Seitenausgang → am Ende des Ganges, rechts raus zum Parkplatz


Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit. 


Ihr Praxis-Team                                                        Stand 31. Oktober 2020

Liebe Eltern, 

hier haben wir einige Informationen zu Corona  zusammengestellt.           Stand 31.10.2020


Begriffserklärung

Seit vielen Jahrzehnten gibt es die Familie der Coronaviren. Einige Coronaviren verursachen harmlose Erkältungskrankheiten, die viele von uns schon durchgemacht haben. Nun wird zur Zeit vom sog. “Coronavirus” gesprochen; gemeint ist aber ein neues und bisher unbekanntes Virus aus der Corona-Familie. Dieses neue Virus heisst offiziell: SARS-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2). Die Erkrankung, die es hervorruft, heisst: COVID-19 (Corona virus disease 2019)


Was passiert im Körper eines Infizierten ?

Die Viren gelangen meist über winzigste Tröpfchen (sog. Aerosole) in die oberen Atemwege. Erst nach der Inkubationszeit (d.h. die Zeit zwischen dem Eindringen der Viren und dem Beginn von Beschwerden) von durchschnittlich 5 Tagen (auch 2 bis 14 Tagen) zeigen sich Krankheitssymptome. Leider ist in dieser Zeit der Patient auch schon infektiös, d.h. er kann andere Menschen anstecken.
Dann bildet das körpereigene Immunsystem, genau wie bei anderen Viruserkrankungen, sehr wirksame Gegenmaßnahmen (= Antikörper). Nach ca. 8 Tagen können diese das Virus neutralisieren. Nach Durchlaufen der Infektion wird der Patient in der Regel wieder gesund und er ist wohl immun gegenüber dem Virus - hoffentlich.
Gelangt das Virus vom Rachen in die Lunge, können schwerwiegende Krankheitsverläufe resultieren.


Was sind wirksame Maßnahmen, um sich vor einer Infektion zu schützen?

Hygiene + Abstand + Masken + Lüften: Die Viren werden durch Wasser und Seife beim gründlichen Händewaschen sicher zerstört. Händeschütteln, Umarmungen und Küsschen ausserhalb der Familie soll vermieden werden. Zudem muß Abstand (ca. 2 Meter) zu anderen Menschen gehalten werden. Berührungen von Augen, Nase und Mund vermeiden, Husten und Niesen in die Armbeuge, dabei Abstand zu anderen halten, benutztes Taschentuch sofort entsorgen. Große Menschenansammlungen meiden. Mund-Nasen-Masken tragen, bei Kindern ab 6 Jahren. 

Das Familienleben kann natürlich in gewohnter Weise weitergehen, wobei Großeltern in besonderer Weise beachtet werden müssen, da sie zu der Risikogruppe gehören. Weiter Infos zur Hygiene: Link


Wie steht es um Babys, Kinder und Schwangere ?

Die gute Nachricht ist nach heutiger Erkenntnis: sind Kinder betroffen, haben sie nur geringe Symptome und werden sehr selten schwer krank. Auch Schwangere zählen nicht zur Risikogruppe. 


Welche Symptome (Krankheitsbeschwerden) hat mein Kind durch diese Coronavirus-Infektion ?

Die Erkrankung zeigt ähnliche Beschwerden wie bei einem grippalen Infekt. Somit kann sie von diesem auch nicht unterschieden werden. Die Symptome sind in 80% leicht: Husten, Fieber, Schnupfen, Kratzen im Hals; ggf. auch Atemnot. Auch Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn wurde berichtet. Es gibt auch Menschen, die trotz Infektion keine Beschwerden aufweisen.

Gefährdet sind v.a. ältere Patienten mit Vorerkrankungen im Bereich der Lungen oder immungeschwächte Patienten. 


Wie verhalte ich mich, wenn ich oder mein Kind infiziert ist ?

Hatten Sie Kontakt mit einer Person, die einen bestätigten Virusnachweis hat, dann müssen Sie 14 Tage in Quarantäne sein - vom Zeitpunkt des Kontaktes gezählt.

Zeigen Sie oder ihr Kind Symptome (also v.a. Husten oder Fieber) dann sollte ein Corona-Abstrich gemacht werden.

→  Achtung: bitte nur telefonisch bzw. per Email / Fax / Patmed die Praxis kontaktieren! 

        Wir rufen sie zurück und klären, wie es weitergeht. Niemand soll sich in der Praxis anstecken.


Wie kann die Diagnose gestellt werden?

Diagnosen werden in der Regel über die Vorgeschichte (= Anamnese) und die körperliche Untersuchung gestellt. Bei Covid-19 benötigt man zur Sicherung der Diagnose noch die Hilfe vom Labor.
PCR-Test: Über einen Rachen-Nasen-Abstrich wird eine Schleimhautprobe gewonnen, die dann im Labor auf das Erbgut (RNA) des Virus SARS-CoV-2 untersucht wird. Dies Methode ist sehr genau und kann ein klare Aussage treffen, ob das Virus zum Abstrich-Zeitpunkt im Patienten war.

Antigen-Test: Über einen Rachen-Nasen-Abstrich wird eine Schleimhautprobe gewonnen, damit wird aber ein Eiweiss-Bestandteil des Virus nachgewiesen. Dieser Test ist nicht so genau, wie der oben genannte, könnte aber binnen 15 Minuten Auskunft geben, ob im Rachen des Patienten Coronaviren vorhanden sind.

Antikörper: Über eine Blutprobe kann im Nachhinein festgestellt werden, ob der Patient in den vergangenen Wochen COVID-19 gehabt hat.


Wer macht im Verdachtsfall einen Abstrich ? Wer stellt die Diagnose ?

Patienten mit der Indikation zur Abstrich-Diagnostik werden ausdrücklich aufgefordert nicht ins Krankenhaus zu gehen. Wir als Praxis haben dazu bestimmte Zeitfenster ausserhalb der Sprechstunde eingerichtet. Dazu müssen Sie sich telefonisch anmelden. 


Wo kann ich mich weiter informieren ?

Patienten, die Fragen zum neuartigen Coronavirus und einer möglichen Erkrankung haben, können sich an den Patientenservice mit der Telefon-Nummer 116117 wenden. 

Auch die Webseite www.116117.de gibt Auskunft.

Das Robert-Koch-Institut gibt hier sehr aktuelle und informative Antworten auf weitere Fragen, Link 


Wie kann das Abwehrsystem meines Kindes gestärkt werden ?

Diese Frage wird immer wieder von Eltern gestellt.
Wenn ihr Kind ab und an Infekte durchläuft, d.h. krank und dann wieder gesund wird, hat es ein gut funktionierendes Abwehrsystem (= Immunsystem). Die gängigen Infekte aus dem Kindi sind sogar positiv für das Kind, sie stimulieren, trainieren und stärken das Immunsystem. Das Kind wird dadurch immunkompetent.

Zusätzlich können sie noch folgendes tun:

- In der Wohnung und im Auto grundsätzlich nicht rauchen

- die Wohnung regelmäßig ausreichend lüften

- die Raumtemperatur im Schlafraum des Kindes auf 18 °C drosseln

- täglich mindestens für 30 bis 60 Minuten mit Ihrem Kind an die frische Luft gehen

- Bewegung fördern; Lungen, Muskeln und Sehnen müssen aktiv sein 

- abwechslungsreiche, bunte Ernährung mit ausreichend Obst, Gemüse Vollkornprodukte und etwas Fleisch

- ausreichend Schlaf und Erholungsphasen

- gesunde Psyche fördern: d.h. das Kind soll fröhlich und mit Vertrauen aufwachsen, mit Spielen, Schmusen, 

  Umarmen, Lachen, Erzählen, Zeit haben,… aber das machen sie ja sowieso ;-)


weitere Tipps und Infos für Eltern: Kids in Corona-Zeiten → Link

Habe ich mich mit dem Coronavirus angesteckt?

Eine Entscheidungshilfe.

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